Ich versuche mich hier an einer Sammlung aller Nützlichen Informationen zur Haltung und erfolgreichen Vermehrung von Moosfröschen. Besonderes Augenmerk lege ich dabei auf die Art Theloderma Corticale.
Da Ich selbst seit weniger als einem Monat stolzer Moosfrosch-Halter bin und schon vorher am schieren Mangel an Informationen verzweifelt bin Möchte ich alle im Netz vorfindbaren Informationen hier verlinken und teils auch zusammenfassen. Die einzigen nicht digitalen Quellen die ich bis jetzt auffinden konnte befinden sich in Reptilia Nr. 77 wo Teloderma Corticale es sogar aufs Titelbild schaffte (s.u.) und eine Doppelseite in der Zeitschrift (?) Terralog Nr. 89. In Reptilia war zu lesen dass jedoch bald

im NTV Verlag ein eigenes Buch über Moosfrösche erscheinen wird. Details dazu hier:
Buch über die Gattung Theloderma sowie über Nyctixalus pictus ist gerade im Druck und wird in ein paar Wochen lieferbar sein!

Reptilia Nr. 77 - Verlinkt von Herpetobuch.com
Hier ist ein englischsprachiger Bericht des russischen Zooologen
Ryboltovsky E.
zu finden :
http://www.zoocom.ru/czthcortic.html
Da die eigentlichen "Moosfroschexperten" sicher in den russischen Zoos zu finden sind möchte ich diesen Link als ersten verwenden. Es ist ein Bericht über die Beobachtung der Tiere im ursprünglichen Habitat über die Haltung bis zur Nachzucht.
Eine Zusammenfassung der für die Terrarienhaltung wichtigen Informationen aus diesem Artikel:
Die von Ryboltovsky beschriebenen Wildfänge wurden zuerst in einem 50x40x30 messenden Feutterrarium gehalten, dann in ein 80x45x40 messendes Aquaterrarium umgesiedelt und in einem 150x40x60 messenden Aquaterrariuum stellte sich dann nach einer simulierten Winterruhe endlich der erwünschte Nachwuchs ein.
Tagsüber betrugen die Haltungstemperaturen 26-30 Grad, nachts 22-24. Für den Monat Oktober wurden die Temperaturen erst auf 23-26 / 20-22 kurz darauf auf 18-20 / 13-15 Grad abgesenkt. Nach der Winterruhe wurden die Temperaturen wieder auf 24-26 / 18-20 Grad erhöht. Die zuletzt genannten Temperaturen empfehle ich auch für die permanente Haltung im Terrarium da ich auch an anderen Stellen im Internet gelesen habe dass andere Halter gute Erfahrungen mit diesen Werten gemacht haben. Ergänzen möchte ich noch dass die Wassertemperatur (zumindest wenn Quappen vorhanden sind) ebenfalls bei 24-26 Grad liegen sollte. Sollte die Temperatur wesentlich darunter liegen stellen Quappen nämlich das Fressen ein.
Um den Paarungsdrang unserer Pfleglinge zusätzlich zu stimulieren sollte nach abgeschlossener Winterruhe abends handwarmes Wasser versprüht werden. Nach erfolgter Paarung wird der Laich in kleinen Ballen auf Steinen oder aus dem Wasser ragenden Korkeichenästen oberhalb der Wasseroberfläche vorgefunden. Die Form der grauen Quappen sollte schon ab dem 3. Tag erkennbar sein. Am 11.-13. Tag ihrer Entwicklung färben sich die Quappen schwarz und schon am 13.-15. Tag durchbrechen die Quappen die Gallerte und fallen ins Wasser. Anfangs „hängen“ die Quappen bewegungslos an der Wasseroberfläche und nehmen auch in der ersten Woche keine Nahrung zu sich. Als Futter für die Quappen verwendet Ryboltovsky proteinhaltiges Futter wie Fleisch, Fisch, Leber und gekochte Eier und natürlich vitaminreiches Fischfutter.
Bis zum 50. Tag ihrer Entwicklung erreichen die Larven eine Grösse von 60mm und die Hinterbeine werden sichtbar. Nach dem 75. Tag ihrer Entwicklung beginnen die Hinterbeine sich zu bewegen und sowohl Farbe als auch Oberflächenstruktur der Quappen gleicht sich der adulter Tiere an. Schon nach 91 Tagen kann die Entwicklung der Quappen abgeschlossen sein. Die längste von Ryboltovsky gemessene Zeit für die Metamorphose beträgt 6 Monate.
Die jungen Frösche messen beim Verlassen des Wassers 20-23 mm unnd haben noch einen kurzen Schwanz, welcher nach 5-7 Tagen vollends resorbiert wird. Die meiste Zeit verbringen die jungen Anphibien vorerst noch an den Terrarienwänden und auf Steinen. Die Nahrungsaufnahme beginnen sie erst mit 8-15 Tagen und wachsen bei guter Fütterung rasch. Mit einem Alter von einem Monat erreichen die Frösche schon eine Größe von 30-35 mm. Mit einem Alter von 3-4 Monaten kehren die Tiere dann ins Wasser zurück und verlassen es nur mehr Nachts um zu jagen. Mit 6 Monaten beträgt die Länge der Frösche normalerweise 6-7 cm; Männchen weisen die geschlechtsspezifischen Verdickungen an ihren Vorderbeinen auf und beginnen zu rufen.
Hier ist eine Audio Datei des Rufes von Theloderma Corticale zu finden:
http://amphibiaweb.org/cgi-bin/amphib_qu…ecies=corticale
Dieser Beitrag befindet sich im Aufbau und wird erst nach und nach vervollständigt!
Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von »Azze« (9. September 2010, 19:17)