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1

Mittwoch, 6. Januar 2010, 08:32

Pflanzen düngen?

Hallo zusammen,

ich hab jetzt meine Literatur gewälzt, aber nicht einmal Ben Schwarz schreibt in seinem Buch was davon, ob und wie man die Pflanzen im Terrarium nun düngen soll.
In der Aquaristik wird aus dem Düngen eine - nicht unwesentliche - Wissenschaft gemacht, die Pflanzen im Terrarium kommen ohne Nährstoffe aus? Kann ich mir irgendwie nicht denken.
Froschkacke allein reicht keinesfalls aus - dazu sind unsere Becken gar nicht voll genug. Gerade die Blühpflanzen brauchen mW immer wieder Nährstoffgaben.

Nun, womit düngen? Irgendwo im Netz hab ich mal was von stark verdünntem Orchideendünger gelesen - aber wie reagieren die Frösche da drauf? Selbst wenn man sie nicht direkt besprüht, kommen sie in jedem Fall damit in Kontakt.
Erfahrungswerte, Ideen?

LG,
Alex
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Tom Männlich

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2

Mittwoch, 6. Januar 2010, 09:14

Also ich geh mal von Orgasnischem Material aus. Wenn du verrottete Blätter unter das Pflanzensubstrat gibst sollte das nicht reichen?in der Natur kackt ja auch niemand zum Baum da leben die einzig vom verrottetem Material. Ist nur so eine Idee. Warte gern auch auf andere Gedanken, ein Interessantes Thema.
Tom
Lg Tom

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3

Mittwoch, 6. Januar 2010, 09:35

in der Natur kackt ja auch niemand zum Baum da leben die einzig vom verrottetem Material.

Zum Glück, man stelle sich nur vor, jeder Spaziergänger/Wanderer würde... ICH mag dann nicht mehr in den Wald gehen....

Nachdem ich grad beim Frühstück hocke, bitte keine Gehirnakrobatik verlangen - bin noch am warmlaufen. Könnte man nicht mit einer Spritze etwas Düngerlösung in den Wurzelbereich einbringen (natürlich nur bei in Substrat gehaltenen Pflanzen). Bei Bromelien.... hm, schwierig, getränkten Wattebausch in Plastik m die Wurzeln binden? Auch nicht optimal... keine Idee....
Lg, Astrid

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Mittwoch, 6. Januar 2010, 09:57

Hallo Tom,

Zitat

in der Natur kackt ja auch niemand zum Baum
:thumbsup: Spitzen Meldung!

Stimmt nur leider so nicht. ;( Humus ist ja nichts weiter als Scheiße - die von Würmern, Insekten, etc. Die Kacke wird ja auch erst in für die Pflanzen verwertbare Stoffe umgewandelt. Das besorgen die Bakterien.

Nun haben wir im Terrarium aber zwei Probleme:
1. Die organische Materie ist recht wenig - kann also eigentlich nicht in ausreichendem Maße zur Verfügung stehen.
2. Die nötigen Kleinstlebewesen fehlen - SS und Asseln sind da nicht ausreichend, die Bakterienfauna dürfte auch recht mager ausfallen (vom Abbau-Gesichtspunkt).
Das sind die selben Probleme, wie man sie im Gewächshaus hat - da wird gedüngt.

Im Gewächshaus ist das kein Problem - hier wird mit dem Sprühwasser Dünger ausgebracht und gut ist. Wir haben allerdings Amphibien da drin, deren Haut nicht nur Ausscheidungs- sondern auch Aufnahmeorgan ist. Sie reagieren also empfindlich auf alles, was mit Flüssigkeit in Zusammenhang steht, bzw. darin enthalten ist.

Bromelien nehmen ihre Nährstoffe hauptsächlich über die Blätter auf, die Wurzeln sind bei den meisten Arten reine Haftorgane. Also kann man Nährstoffe auch nur hierüber zur Pflanze bringen. Sie sind zwar sehr genügsam, aber wenn man sich mal vor Augen hält, was in der Natur an Blättern, Vogeldreck, usw. in einer einzigen Bromelie landen muss, erscheint der Vergleich doch recht eindeutig ...

Mal sehen, ob wir eine brauchbare Lösung finden. Unbesetzte Becken zum Probieren scheints ja hier einige zu geben. ;)

LG,
Alex
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Tom Männlich

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5

Mittwoch, 6. Januar 2010, 10:26

wirklich interessantes Thema, Da wäre jetzt ein Botaniker vom Tropeninstitut interessant, Leute die sich ausschließlich mit sowas beschäftigen wird es wohl keine geben. ICh mein vielleicht steinigt ihr mich ja jetzt. aber den Bachlauf in meinem Terrarium hab ich auch über den selben Tank laufen wie das Sprühwasser, sprich hier ist ein kraislauf gegeben der dann wiederrum die Pflanzen mit dem Wasser von unten quasi dann von oben versorgt. Dieses Wasser wechsle ich alles 5-6 Tage zum Teil un alle 10 Tage ganz. Hier hat sich bisher kein Problem ergeben. Im gegenteil ich hab das Gefühl das sich die Pflanzen dadurch mehr und vor allem kräftiger Entwickelt haben. Zumal ich mir denke das durch den Mineralgehalt unsres Wasser auch schon sehr viele Nährstoffe in die Pflanze kommen. zum Thema Bakterien, glaubst du das hier so wenig drin sind, ich mein das Klima ist ja gerade zu perfekt zum Gedeihen und mittels Asseln und Springschwänze wenn ich da mal bisl im Kies grabe seh ich da sehr viel herumhüpfen. ok ich war auch Brutal und hab jeweils eine Packung Asseln sowie Springschwänze eingeimpft. das die Springer brav am Werk sind kann man ja gut erkennen wenn ein Blatt abfällt und paar Tage später ist nur mehr das Adernsystem zu erkennen. Das geht ja angeblich auf das Werk der Bakterien und Springer zurück. WEnn ich mir zum beispiel die Pumila und die Jioungulan ansehe die haben sich mit den Ästen fest verwurzelt und diese Äste sind ja Äster aus dem Wald die halt langsam verrotten. also die Wurzeln da das ist ein Hit. Dann die Moose auch hier seh ich das viele Wurzeln durchwachsen. Moos wächst ja auch ständig über sich weg un darunter zerfällt es. also muß schon was an Bakterien drin sein.
Lg Tom

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